Von den Archiven


Phillip Johnson unter Anklage

Der Versuch, das Ellison/Duesberg-Buch zu Zensieren

(Rethinking AIDS [Überdenken AIDS], Dez., 1994)

Der Weg zur Veröffentlichung des Buches von Bryan Ellison und Peter Duesberg war nie leicht. Zwei Hauptverleger hintereinander, Addison-Wesley und St. Martin’s Press, hatten für das Manuskript bezahlt, dann plötzlich lehnten es ab als zu umstritten. Fast zwanzig andere, nervös verweigerten, sich mit dem Buch überhaupt zu befassen. Nicht gewillt sein, es sterben zu lassen, nahm Ellison schließlich die Initiative und arrangierte die Veröffentlichung des Buches mit einem kleineren Verleger. Nun, nach sieben Jahren der akademischen Debatten über die HIV-Hypothese von AIDS, konnte der Prozeß der Eröffnung dieser Kontroverse für die Öffentlichkeit beginnen.

Nicht jeder hatte dieselbe Idee. Um 23:05 Montagabend, den 1. August, kam ein Brief von einem Rechtsanwalt auf Ellison’s Telefax. “Sie müssen sofort das Veröffentlichen, auf den Markt bringen, Befördern, Verbreiten, Verkaufen, und anderweitig das [Buch] loswerden, enden und Abstand davon nehmen,” bellte der drohende Brief — damit nicht eine gerichtliche Verfügung erstrebt wird, das Buch gewaltsam zu unterdrücken.1 Am erstaunlichsten war, daß der Rechtsanwalt Peter Duesberg vertrat!

Duesberg und sein Rechtsanwalt behielten die Drohungen bei für mehrere Wochen und verlangten, daß Ellison dauerhaftig auf seine Rechte, den Inhalt des Buches und die Beschützungen der Geschäftsangelegenheiten verzichtet — im Austausch für nichts. “Wenn Du dies nicht machen willst, wird das Buch verloren gehen”, warnte Duesberg,2 während sein Rechtsanwalt prahlte, daß “Sie [Ellison] und Peter [Duesberg] mögen gegenseitige sichere Zerstörung des Buches erreichen, bedeutend, daß keiner von Ihnen fähig sein wird, irgendeine Version des Buches irgendwo zu veröffentlichen”.3 Um diesen Punkt zu betonen, überzeugte Duesberg die Universitätsabteilung, rückwirkend Ellison’s monatliches Stipendium zu sperren (als ein Jungakademiker), folgend mit dem Entlassen Ellison’s von dem Programm ganz und gar — gerade als Ellison nahe daran war, seinen Doktor-Grad, nach fünf Jahren des Studierens, zu verdienen.

Inzwischen, Charles Thomas, einer der Gründer der Gruppe für wissenschaftliche Neubeurteilung der HIV/AIDS-Hypothese, reichte ungesetzlich eine Adressenänderungsform für das Überdenken AIDS Rundschreiben ein, in einem Versuch, die Erwiderung der Post zu stehlen und die Verbreitung des Buches zu verhindern (die Stafe für dieses Bundeskapitalverbrechen kann schwere Geldstrafen einschließen und ein Gefängnisurteil). Gewisse andere Mitglieder begannen eine Briefschreibekampagne, um vom Verkaufen des Buches abzuraten, und gesetzliche Drohungen wurden bald gegen Überdenken AIDS gerichtet.

Welcher bizarre Einfluß könnte so viele AIDS-Dissidenten einander an die Kehle drehen, und gegen das lang ersehnte Buch von Ellison und Duesberg?

Seltsam genug, eine Gestalt, ständig in der Mitte dieses wachsenden Krawalls gefunden, irgendwie brachte es zustande, unbewegt und unberührt zu bleiben. Sein Name ist im wesentlichen unbekannt zu den meisten Mitgliedern in der Gruppe, jedoch ruhig wandte er einen wachsenden Einfluß auf Duesberg und andere leitenden Dissidenten an. Mehrere Haupt-HIV-Kritiker wurden inzwischen stark abhängig von dem Rat dieses Mannes, obwohl er eigentlich nie seine persönliche Position an der HIV-Debatte erklärte. Sein Name? Phillip Johnson.

Wer ist Phillip Johnson?

Ein Professor des Gesetzes an der Universität von Kalifornien in Berkeley — und ein gründendes Mitglied unserer Dissident-AIDS-Gruppe — Johnson verkörpert den zweideutigen Rechtsanwalt (‘auf der einen Seite…, während auf der anderen Seite…’). Aber er entwickelte diese Geschicklichkeit zur verfeinerten Kunst; ohne immer eine Position zu nehmen, kann er andere überzeugen, daß er einen Standpunkt verteidigt, oder er kann unaufdringliche Vorschläge fallen lassen, auf die andere bald handeln. Indem er immer Objektivität und Autorität zur Geltung bringt, behält Johnson eine gewisse Abgeschlossenheit bei, während solche um ihn herum seinem “Rat” folgen — und in Schwierigkeiten geraten.

AIDS ist lediglich eine von mehreren kontroversen wissenschaftlichen oder politischen Tatsachenfragen, in denen Johnson sich verwickelt. Durchweg, jedoch, seine Bemühungen scheinen in der Direktive mehr alle solche Kontroversen wie sterile Debatten innerhalb akademischen Kreisen zu enthalten, eher als der allgemeinen Öffentlichkeit zu erlauben, diese Tatsachenfragen zu entdecken. Der Krieg an HIV, zum Beispiel, wird nie von der NIH-finanzierten wissenschaftlichen Gemeinde gestoppt, geschnürt wie sie ist mit ihren Konflikten der Interessen; nur eine unnachgiebige Reaktion von der allgemeinen Öffentlichkeit, die nicht verständnisvoll ist, Steuern zu zahlen und dann von den “Experten” zum Narren gehalten wird, würde die Macht des HIV-Dogmas enden. Johnson, auf der anderen Seite, scheint schwer gearbeitet zu haben, zu verhindern, daß diese HIV-Kontroverse eine Alltagstatsachenfrage wird.

Was sind Johnson’s Ansichten? Was ist sein Programm? Keiner scheint ganz sicher zu sein. Tatsächlich, er ist ein Mann mit erstaunenden Widersprüchen, der einen offenbaren Standpunkt einmal vorschlägt und dann bei seiner nächsten Gelegenheit sich prompt umdreht.

Zum Beispiel, er ist ein wesentliches Mitglied desselben Etablissements gegen welches er sich als ein Bilderstürmer portraitiert. Ein Graduierter von Harvard und der Universität von Chikago, wurde Johnson die Jefferson E. Peyser Professur in seiner Rechtsabteilung zuerkannt. Anders als solch prestige aber auf der schwarzen Liste sitzende Figuren wie Peter Duesberg, ist Johnson regelmäßig fähig, Artikel an solch kontroversen Themen wie darwinistische Evolution, AIDS, Abtreibung, und Kirche/Staat-Trennung in der Los Angeles Times, dem Wall Street Journal, dem Atlantic, und sogar in solchen wissenschaftlichen Journalen wie dem Journal der Molekular Evolution, zu schreiben. Johnson’s Lehrbuch, Criminal Law: Cases, Materials, and Text (Kriminalgesetz: Fälle, Material, und Text) scheint landesweit in juristischen Fakultäten gebraucht zu werden und wurde veröffentlicht seit 1975 in wenigstens vier Auflagen.

Johnson spricht von sich, daß er ein “Christ” ist, der den Begriff der darwinistischen Evolution bestreitet.4 Als solcher ist er oft von Darwinisten als ein evangelisches Mitglied des Religiösen Rechts kategorisiert, tatsächlich, verschiedene Leiter des Religiösen Rechts — einschließlich Kreationisten — verehren Johnson als einen engen Verbündeten, während christliche Fundamentalisten sein Buch veröffentlichen. Auf der anderen Seite spricht er von sich vag als einen “philosophischen Theist”, verweigert eine klare Position an dem Darwinismusthema auszusagen und greift Kreationistensprecher an, die die Kontroverse eine öffentliche Tatsachenfrage machen, während er versucht, die Debatte in akademische Kreise umzuleiten.5 Leitende Darwinisten fühlen sich sogar komfortabel, vereinte Foren mit Johnson zu halten, einschließlich einen neuen Computer-schwarzen-Brett-Dienst — eine Stufe der Mitwirkung, die Duesberg nie mit seinen eigenen Gegnern in der AIDS-Kontroverse erreichte. Johnson macht auch viel von seiner vorhergehenden Arbeit als Gesetzsekretär für Earl Warren, der ehemalige Oberrichter im Obersten Gericht, der die gesetzliche Kampagne leitete, das Beten und Bibellesen in öffentlichen Schulen zu verbieten. Doch Johnson behauptete nie, daß er sich einer Umwandlung in seinen politischen Standpunkten von links nach rechts unterzog.

Anfang 1991 änderte Johnson von einem außenstehenden Beobachter zu einer direkt interessierten Person in der AIDS-Debatte. Seitdem wurde er ein enger aber nicht weit anerkannter Berater für Duesberg und andere leitende AIDS-Dissidenten. Er nahm teil an der Gründung der Gruppe und schrieb Artikel an dem Thema in Überdenken AIDS und anderswo. Trotz dieser Erscheinung der Unterstützung, brachte Johnson eigentlich nie seine persönliche Position an dem Thema zum Ausdruck. Tatsächlich, sogar nachdem ihm der ganze Beweis, daß HIV und AIDS statistisch nicht voneinander abhängig sind, gezeigt wurde, setzte er fort, öffentlich zu erzählen (ohne Beweis), daß “Ich bin mit dem Eindruck hinterlassen, daß HIV und AIDS so stark voneinander abhängig sind, daß es kein Wunder ist, daß so viele Forscher überzeugt sind, es deutet Verursachung an”.6

Als der verrufene Angriff auf Duesberg von Ascher, Winkelstein, und anderen in Nature, im März, 1993, erschien, in welchem Duesberg Fälschung von Daten anklagt, ignorierte Johnson die Wichtigkeit dieser Anklage und schrieb zu Duesberg, daß, selbst wenn der Artikel absichtlich fabrizierte Daten enthält, “was für einen Unterschied würde es machen, wenn die bestrittene Reihe in der Tabelle ausgelassen wäre?”7 Als ob ein betrügerisches Schreiben noch ernst genommen werden könnte.

Johnson scheint vorzuziehen, die AIDS-Debatte in einer akademischen Umgebung zu begrenzen, wo die ganze Frage langsam sterben würde, wie Billionen extra Dollar jedes Jahr an dem Krieg gegen HIV ausgegeben werden. Er ignoriert die anhaftenden Konflikte der Interessen für NIH-finanzierte AIDS-Wissenschaftler und öffentlich gibt vor, daß “AIDS-Forscher sind im ganzen ehrlich und hingebungsvoll, natürlich,” und setzen einfach fort, Fehler zu machen.8 “Es scheint mir, daß die Lösung zu Peter’s Problem ist, Unterstützung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft für sein Argument zu erbauen”, sagte Johnson zu Bryan Ellison — als wäre solche Unterstützung eben möglich, angesichts der Tatsache, daß $25 Billionen an dem Krieg an AIDS ausgegeben wurden.9 “Ich sehe keinen Grund, warum die Meinungsverschiedenheit über die Rolle des HIV das Zusammenarbeiten verhindern sollte” mit politischen einflußreichen Moguln, schrieb Johnson an einem anderen Anlaß.10 Mit einem Ratschlag wie diesem würden Duesberg und der Rest von uns bestimmt für eine lange, lange Zeit nur Wasser treten — während die allgemeine Öffentlichkeit völlig im Dunkeln bleibt und die Rechnung bezahlt. Johnson steht nicht allein; David Baltimore, Anthony Fauci, und andere Generale in dem Krieg an AIDS, wiederholt warnten Duesberg, nicht diese Debatte zur öffentlichen Aufmerksamkeit zu bringen, sondern sie vielmehr als eine private Affäre innerhalb wissenschaftlicher Ränge zu halten.

Johnson’s eigenes Verhalten ist übereinstimmend mit diesem offenbaren Programm. Obgleich er so das Vertrauen von Duesberg und einigen anderen leitenden AIDS-Dissidenten gewann, daß sie ihn als einen engen Verbündeten und persönlichen Freund ansehen, andere Verbündete von Johnson haben nicht einmal von der Kontroverse gehört. Zum Beispiel, leitende Christen des Religiösen Rechts, die auch auf Johnson als einen engen Verbündeten denken, äußerten mit Erstaunen zu uns, daß er ihnen nie von der HIV-Debatte erzählt hatte.

Ein Fremder in unserer Mitte

Falls Johnson versucht, die AIDS-Debatte zu verhindern, im öffentlichen Gebiet auszubrechen, würde er natürlich das Veröffentlichen des Buches von Ellison und Duesberg blockieren. Wenn auch Johnson nie solche Absicht erläuterte, sein bizarres Schema des Verhaltens eignet sich zweifellos, den Veröffentlichungsprozeß bei fast jedem Schritt zu unterbrechen.

Nachdem Addison-Wesley zuerst versuchte, das Buch umzuschreiben und weicher zu machen, und schließlich ablehnte, es im Oktober, 1993, zu veröffentlichen, begannen Ellison und Duesberg, nach einem anderen Verleger zu suchen. St. Martin’s Press machte ein mäßiges Angebot für das schon komplette Manuskript, aber verweigerte sich zuerst, einen redaktionellen “passiven” Grundsatz zu versprechen oder überhaupt irgendeine Werbung zu garantieren. An diesem Punkt trat Johnson ein und nahm Kontakt auf mit Regnery Gateway Publishers, um ein zweites Angebot zu arrangieren. Regnery bot ungefähr so viel Geld an wie St. Martin’s, plus ein stattliches Paket mit garantierter Werbung für das Buch.

Aber sobald Ellison begann, das Regneryangebot ernsthaft in Erwägung zu ziehen, änderte Johnson plötzlich seine Meinung. Für keinen offenbaren Grund bestand Johnson energisch darauf, daß die Autoren schließlich doch St. Martin’s wählen. Regnery warnte die Autoren inzwischen, daß St. Martin’s sich wahrscheinlich wieder umkehren wird und es ablehnen wird, das Buch späterhin zu veröffentlichen, aber Duesberg vertraute Johnson so, daß auch er auf St. Martin’s Abmachung bestand. Ellison gab nach, und Regnery’s Angebot wurde abgelehnt.

Wie vorhergesagt, im April, 1994, änderte der Vorsitzende und Generaldirektor von St. Martin’s, Thomas McCormack, seine Meinung. Aus heiterem Himmel setzte er sich hinweg über seinen leitenden Herausgeber und verlangte einen zweiten redaktionellen Prozeß, um das Buch abzuschwächen.

In einer Zeit, in der Ellison und Duesberg eine vereinigte Front benötigten, um die erneuerten Verhandlungen mit St. Martin’s zu präsentieren, trat Johnson plötzlich ein, um mit McCormack zu kommunizieren. Johnson behauptete, daß er “ein Freund von Peter Duesberg und Bryan Ellison” ist und schrieb einen nicht bevollmächtigten Brief an St. Martin’s — in dem er Ellison für die Behauptung der Stellung angriff! Johnson sagte zu McCormack “stehe standhaft, aber gebe nicht auf.… Falls Bryan sich weigert, Einsicht zu sehen, bereitet er sich vor für eine Katastrophe”.11 Natürlich half der Brief, Duesberg in Furcht zu versetzen und nachzugeben. Dies begann, einen Keil zwischen Duesberg und Ellison zu treiben. Der Brief scheinte auch McCormack anzureizen, sogar noch drastischere Forderungen zu stellen und zu empfehlen, daß Ellison und Duesberg ihre Vorauszahlung zurückzahlen und ihr Buch woanders hinbringen. Im Mai verweigerte sich St. Martin’s offen, nicht länger mit den Autoren, über Ellison’s Proteste, zu arbeiten.

Nun, da beide, die Regnery und St. Martin’s Abmachungen abgestorben waren, jemand (Johnson?) überzeugte Duesberg, daß er es nötig hat, volle und dauerhafte Kontrolle über das Buch von Ellison zu ergreifen. Anfang Juni stellte Duesberg einen Rechtsanwalt ein, um zu verlangen, daß Ellison Kontrolle über das Buch überschreibt, im Austausch für gar nichts. Wie wählte Duesberg seinen Rechtsanwalt, oder sogar dachte, so vorzugehen? In unserer persönlichen Erfahrung mit ihm macht er selten rechtsgültige Entscheidungen, ohne mit Johnson zu konsultieren. Um den Druck auf Ellison zu verstärken, hatte Duesberg die Biologieabteilung sein monatliches Stipendium sperren lassen, gefolgt mit Ellison von der Graduiertenschule entlassen zu haben, mit überhaupt keinem akademischen Grad — trotz fünf Jahrer Arbeit, drei wissenschaftlichen Papieren, und dem Schreiben des ganzen Buches. Wir entdeckten kürzlich, daß die Abteilung diese Aktion nicht durchführte bis zum Erhalten einer zweiten Anschauung, die die Aktion für gut hielt — von Phillip Johnson!12 Aber wenn Johnson zur gleichen Zeit mit Ellison kommunizierte, gab er vorsichtig vor, neutral zu sein und nur interessiert zu sein, Ellison zu helfen.

Johnson hatte schon lange versucht, Ellison’s Vertrauen zu gewinnen. Mit einem mißlungenen Versuch, Kontrolle über das Überdenken AIDS Rundschreiben zu ergreifen, rief Johnson Ellison mehrere Wochen vorher an. Johnson behauptete, er sprach im Namen der Gruppe und sagte, Ellison wurde gewählt, Jim Trabulse als Herausgeber zu ersetzen, ohne Trabulse’s Wissen (obwohl Trabulse auch der Verleger ist). Abwechselnd zwischen Schmeichelei und unnachgiebiger Autorität versuchte Johnson Ellison einzureden, langsam und ruhig Trabulse beiseite zu schieben. Was wenn Trabulse nicht übereinstimmt, protestierte Ellison? Keine Sorge, sagte Johnson, wir werden uns um ihn sorgen. Ellison lehnte das “Angebot” ab. Später, im Versuch, Ellison’s Vertrauen wiederzugewinnen, nachdem sein Stipendium endete, heuchelte Johnson Ignoranz über die Situation und versuchte, Ellison mit $200 zu bestechen. Wieder, Ellison lehnte ab.

Im Juli entschied Ellison endlich, das Buch durch ein kleineres Verlagshaus zu veröffentlichen. Dies überraschte Johnson völlig und verursachte, daß er seinen normalerweise charmanten Schein fallen ließ. Er ließ einen zornigen und drohenden Brief an Trabulse los und verlangte ein sofortiges Stoppen der Buchverteilung durch Überdenken AIDS. Trotz, zum Gegensatz seines persönlichen Wissens, erklärte Johnson unverschämt und falsch, daß “Ellison einseitig abschlägt, mit den Herausgebern (bei St. Martin’s) zusammenzuarbeiten und effektvoll verhinderte Veröffentlichung”. Johnson beschuldigte Ellison auch , “unmoralisch und gesetzwidrig” zu sein, in dem er die Veröffentlichung des Buches arrangierte, und verlangte, daß Trabulse die Überdenken AIDS Anschriftenliste überreicht.13

Um dieses Verlangen zu verstärken, reichte Charles Thomas, ein anderer Gründer der Gruppe, eine falsche Adressenänderung für Überdenken AIDS ein und versuchte, die Buchbestellungen zu ihm selbst abzuleiten. Thomas kam auch dazu, Johnson’s Ratschlag zu trauen und würde zweifellos nicht einen solchen ungesetzlichen Schritt machen ohne die Bestätigung eines Juraprofessors wie Johnson.

Inzwischen hatte Duesberg einen zweiten Rechtanwalt eingestellt, um Ellison mit einem Zivilprozeß und einer gerichtlichen Verfügung gegen die Veröffentlichung des Buches zu drohen, es sei denn, er überschreibt Kontrolle auf Duesberg. Als Ellison den Rechtsanwalt direkt fragte, ob er Johnson persönlich kannte oder er Duesberg von Johnson empfohlen wurde, wich der Rechtsanwalt der Frage aus. Hätte Duesberg so einem rücksichtslosen rechtskräftigen Kampf nachgesetzt, ohne Johnson’s Unterstützung? So etwas scheint untypisch für Duesberg zu sein.

Seitdem schrieb Johnson eine verleumderische Behauptung am Internet (die Computer “Information-Überhauptstraße”). Obwohl Johnson nie von den Hunderten von Mitgliedern in der Gruppe gewählt wurde, behauptete Johnson, in unserem vereinten Namen zu sprechen. Trotz der Benachrichtigung auf die Tatsachen von Ellison und anderen, lügte Johnson unverschämt über den Zusammenfall der St. Martin’s Press Abmachung und ärgerlich denunzierte das Buch.

Als ein juristischer Experte war Johnson überraschenderweise begierig, die Zügel über ein Buch und Rundschreiben zu ergreifen, die nicht seine sind — ohne ein sichtbares Motiv. Zum Schluß gelang es ihm nur, die lange Freundschaft zwischen Duesberg und Ellison zu beenden, ohne Kosten für ihn. Johnson benahm sich wie ein “Freund” innerhalb unserer Ränge, aber verursachte mehr Schaden für unsere Bewegung als Robert Gallo selbst.

Wäre es nicht für die gegenwärtige Veröffentlichung des Buches, dann könnte es nicht die Öffentlichkeit für mehrere Jahre erreichen. Während dies zweifellos Johnson’s Programm gefallen würde, würde es helfen, das öffentliche Wissen der unterdrückten HIV-Kontroverse zu blockieren und könnte die politische Gegenreaktion verhindern, die die Macht der AIDS-Etablissement brechen würde.

Glücklicherweise erreicht das Buch jeden Tag mehr Menschen. Während der ersten vier Monate der Veröffentlichung gewann das Buch in den letzten paar Jahren schon mehr Unterstützer für den Duesbergstandpunkt als die Bemühungen von Duesberg, Ellison, und der Gruppe kombiniert. Dies sind aufregende Nachrichten für wahre AIDS-Dissidenten.

Aber Phillip Johnson zelebriert wahrscheinlich nicht.

Referenzen

1. Brad Bunnin, Brief an Bryan Ellison, 31.7.94

2. Peter Duesbeg, Brief an Bryan Ellison, 19.8.94

3. Brad Bunnin, Brief an Bryan Ellison, 18.8.94

4. Phillip E. Johnson, Darwin on Trial, Regnery Gateway, Washington, DC, 1991, S. 14

5. ibd., S. 14

6. Phillip E. Johnson, Brief an verschiedene Personen, 11.6.92

7. Phillip E. Johnson, Brief an Peter Duesberg, 21.4.93

8. Phillip E. Johnson, “AIDS and the dog that didn’t bark”, Insight, 14.2.94, S. 26

9. Phillip E. Johnson, Brief an Bryan Ellison, 19.3.91

10. Phillip E. Johnson, Notiz an verschiedene Teilnehmer in der AIDS-Debatte, 22.10.92

11. Phillip E. Johnson, Brief an Thomas McCormack, 19.4.94

12. Caroline M. Kane, Brief an Dean Joseph Cerny, 26.8.94

13. Phillip E. Johnson, Brief an James Trabulse, 29.7.94