12. Februar, 2006

Krieg Sabotage Bericht


Ein Bodenkrieg Ohne Soldaten

U.S. Spezialstreitkräften, Afghanistan, 2001
U.S. Dept. of Defense
Die Uhr Zurückstellen: Eine kleine Gruppe von U.S. Spezialstreitkräften, ohne Panzer oder Hubschrauber, zu Pferde mit Mitgliedern des Nordbündnisses, 12. Nov., 2001.
 
Kommunistischunterstützte Talibanstreitkräfte hatten nur eine Chance, den 2001 afghanischen Krieg mit den Verei­nigten Staaten zu gewinnen: verwandeln die Gegenüber­stellung in einen langfristigen Guerillakampf ohne klaren Gewinner, bis die Amerikaner ermüden und aufgeben. Talibanleiter sagten so öffentlich, wie auch ihre sowjet­unterstützten ira­nischen Nachbarn es taten.1

Seltsam genug unterstützten Präsident George W. Bush und der britische Ministerpräsident Tony Blair die Idee und taten ihr Bestes, die Amerikaner und Briten gleich vom Anfang des Krieges zu entmutigen. Bush’s Marinesekretär, Gordon England, hatte einen schlechten Start, gleich Tage nachdem die Feindseligkeiten begannen. Er bestand darauf, daß “dies ist nicht etwas, das schnell und plötzlich gehen wird”.2

Präsident Bush selbst war ausdrücklicher. “Lassen Sie sich das gesagt sein, Menschen werden von dem Krieg am Terrorismus [d.h., in Afghanistan] müde werden…. Und übrigens, es könnte länger als zwei Jahre dauern”.3

Der Vorsitzende des Joint Chiefs of Staff, Luftwaffengeneral Richard Myers, schaltete sich Tage später ein mit herabgesetzteren Worten. “Dies wird ein sehr, sehr langer Kampf werden…. Es könnte bis zum nächsten Frühling dauern. Es könnte bis zum nächsten Sommer dauern”.4

Premierminister Blair wollte nicht zurückstehen und versuchte drastischer, Erwartungen auf einen Sieg herunterzulassen, indem er einen einjährigen Krieg voraussagte,5 und sein Verteidigungsleiter, Admiral Michael Boyce, machte die Angelegenheit klarer beim Schätzen, daß der Kampf “drei bis vier Jahre” dauern würde.6

Hinter all diesen Stimmen liegen die fünften Kolumnisten des fabianischen sozialistischen Vereins, deren Fühler lange in beide Regierungen eingedrungen waren. Lawrence J. Korb sprach als einen Offiziellen der Council on Foreign Relations (CFR/Rat der Ausländischen Beziehungen), mit dem Sitz in New York. Er enthüllte die wahre Absicht: überhaupt keinen Sieg. “Es ist wie der Krieg auf Armut oder der Krieg auf Drogen”, sagte er zu den Medien. “Wir werden nie die Armut loswerden, wir werden nie die Drogen loswerden, und wir werden nie die Terroristen loswerden”.7

Angesichts Amerika’s ungeheurer militärischer Überlegenheit über eine rückständige Nation wie Afghanistan, eine Niederlage zu arrangieren, würde nicht leicht sein; es würde eine enorme Zurückhaltung erfordern. Die Vergangenheit hat gelehrt, daß der Sieg nicht erreichbar ist, ohne den Einsatz von starken Bodenkräften und dem Festhalten des Territoriums, und so, genau diese beiden Bestandteile müßten eliminiert werden. Sowjetrußland, des Taliban’s verborgener Unterstützer, ließ den amerikanischen Militäroffizieren folglich eine Gehirnwäsche unterziehen. “Gehe nicht mit einer starken Bodenkraft nach Afghanistan, und nie, nie versuche, Territorium zu besetzen”, wiederholte ein ehemaliger Verteidigungsattaché, der offensichtlich die Propaganda gut absorbiert hatte.8

Das kommunistischkontrollierte iranische Regime ging weiter. Es bat die U.S., überhaupt keine Truppen zu senden.9 Iran ging so weit wie vorzuschlagen, ganz und gar keinen Bodenkrieg und keinen Luftkrieg. Er zieht vor, daß die Vereinigten Nationen einschreiten, um das Taliban zu beschützen.10

Angesichts der politischen Unmöglchkeit, Iran zu befriedigen, wählte Bush anstatt, die Bodentruppen so lange wie möglich einzuschränken und das Eintreffen zu verzögern. Zuerst bestand das Kämpfen aus nichts mehr als Versuche von schwachen Luftbombenangriffen. Sogar nach mehr als drei Wochen des Kämpfens wurden weniger als 100 U.S.-Truppen eingesandt — speziale Einsatzkräfte, lediglich zum Spähen und den afghanischen Soldaten des Nördlichen Bündnisses Rat zu geben.11 Nicht bis zur achten Woche des Krieges wurde die Marine­infanterie gesandt und dann nur 1.000 von ihnen, ein kleiner Bruchteil einer Division und nicht annähernd genug, einen Angriff vorzubereiten oder ernsthaftes Territorium festzuhalten.12 Selbst dann war der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld schnell, darauf zu bestehen, daß dort nicht viel mehr sein würde.13

Der Mangel an Truppen hatte eine andere schwächende Folge. Ohne Soldaten am Boden, Ziele ausfindig zu machen, konnten die amerikanischen Flugzeuge in der Luft oft nicht den Feind finden. Talibanstreitkräfte entgingen Beschießung lediglich beim Verschwinden aus der Luftansicht, und Panzer wurden beschützt, in dem sie unter die Bäume gebracht wurden, wo nur Bodentruppen sie gesehen hätten.14

Niemals während des Kieges setzten die amerikanischen Truppen traditionelle Angriffe an oder hielten Territorium, demgemäß ebneten den Weg für den doppelsinnigen Übergang des Krieges zu den andauernden patrouillierenden Betätigungen mit unbestimmten Zielen.

Referenzen

1. Tempest, R. & Marshall, T., “Taliban placing hopes on age-old hit-and-hide strategy,” Los Angeles Times, Oct. 21, 2001, p. A9; Wright, R., “Iran’s president foresees ‘long warfare’ next door,” Los Angeles Times, Nov. 13, 2001, p. A3.

2. Perry, T., “Marines to add 2,400 for war on terrorism,” Los Angeles Times, Oct. 18, 2001, p. A12.

3. Chen, E. & Morain, D., “Bush warns of long war on terrorism,” Los Angeles Times, Oct. 18, 2001, p. A10.

4. Pae, P., “U.S. predicting fight will last well into spring,” Los Angeles Times, Oct. 22, 2001, pp. A1, A4.

5. Champion, M., “Is the British military feeling frustrated?”, Wall Street Journal, Oct. 30, 2001, p. A17.

6. Wright, R. & McManus, D., “U.S. shifts gears after a week of setbacks,” Los Angeles Times, Oct. 28, 2001, pp. A1, A25.

7. Cooper, R.T., “Bush works to define a war without clear lines,” Los Angeles Times, Oct. 22, 2001, pp. A1, A10-A11.

8. Jaffe, G., “U.S. military strives to avoid Soviets’ costly blunders in Afghanistan,” Wall Street Journal, Nov. 26, 2001, p. A20.

9. Wright, R., “Iran’s president foresees ‘long warfare’ next door,” Op cit.

10. Ibid.

11. Richter, P. & Paddock, R.C., “Rumsfeld details ground operation,” Los Angeles Times, Oct. 31, 2001, pp. A1, A17.

12. Hendren, J., “Deployment of Marines signals a new chapter,” Los Angeles Times, Nov. 27, 2001, p. A5.

13. Ibid.

14. Jaffe, G. & King, N., Jr., “U.S. says war is working, but Taliban remains,” Wall Street Journal, Oct. 26, 2001, pp. A3, A7; Murphy, K., “U.S. bombing spares much of Kandahar,” Los Angeles Times, Dec. 13, 2001, p. A22.