Von den Archiven


Die Medizinische CIA
Teil 2

(Veröffentlicht in drastisch neu geschriebener, kondensierter Form als
“AIDS: Words from the Front” [“AIDS: Worte von der Front”], Spin Magazin, Dez. 1993)

– Fortsetzung von Teil 1 –

Mitgliedschaft nur mit besonderem Einverständnis. Sechswöchige Trainierungsperioden. Zwei Jahre aktive Pflicht. Berufungen nach Gesundheitsabteilungen irgendwo im Land. Auf Abruf rund um die Uhr, das Gepäck gepackt für sofortiges Reisen. Heimliche Krankheitsüberwachung. Ein geheimes Emblem. Lebenslanger Reservezustand, ständig zum künftigen Einsatz zur Verfügung stehen.

Nur wenige Menschen haben jemals von dem Epidemic Intelligence Service (EIS/Epidemie Geheimdienst) gehört, doch seine Agenten infiltrierten Krankenhäuser, Universitäten, Regierungsagenturen, Gesundheitsabteilungen, Korporationen, Stiftungen, und sogar die Kommunikationsmedien. Er existiert seit mehr als vierzig Jahren als eine halbgeheime, innere Division der Centers for Disease Control (Seuchenkontrollbehörde/CDC) und übt seinen verborgenen Einfluß auf unsere Gesellschaft aus. Er vergrößerte unsere Angst auf Grippeepidemien, erschreckte uns fast zu Tode mit der “Legionärskrankheit”, und versetzte kleine Gruppen von milden erkrankten Fastfoodkunden in allgemeine Paniken. Er ließ die Angst vor ansteckenden Epidemien wieder lebendig werden, Jahrzehnte, nachdem Herzkrankheit und Krebs sie als die tödlichsten Krankheiten ersetzten.

Die CDC entwickelte eine bemerkenswerte Leistung, die sie für die Verwitterung von Katastrophen in der Öffentlichkeitsarbeit vorweisen kann. Sie schaffte sogar, mit einem Vorsprung herauszukommen und unverfroren verlangte erweiterte Notstandsvollmachten. Ihre stärkste Waffe war der EIS, entstanden in dem Kalten Krieg als eine quasimilitärische Einheit, die beabsichtigt war, den biologischen Kampf zu bekämpfen. Dieser geheime Flügel der CDC bewährte sich in der Fähigkeit, die nützlichsten Krankheitsausbrüche für politische Absichten zu entdecken und auszusuchen. Sie blasen sie so auf, daß sie in keinem Verhältnis zueinander stehen, oder sie manipulieren öffentliche Angst, indem sie fälschlich die Schuld für solche Gruppen, infektiösen Bazillen geben.

Der EIS hatte sicher alle Hände voll zu tun nach der CDC-Schweinegrippekatastrophe in 1976-77 — keine Grippeepidemie ist jemals erschienen, während der CDC-Impfstoff Dutzenden das Leben nahm und Tausende mehr verletzte. Nur eine nagelneue Epidemie, besonders eine ansteckende, könnte neue öffentliche Gesundheitsmaßnahmen rechtfertigen.

Eine Gelegenheit ergab sich im April, 1981. Der EIS-Beamte Wayne Shandera, im aktiven Auftrag in der Los Angeles Gesundheitsabteilung, erhielt einen Anruf von Michael Gottlieb, einem jungen Immunologen von dem UCLA Medical Center (medizinisches Ärztehaus). Vier Patienten hatten Pneumocystis carinii Lungenentzündung und ernsthaftes immunes Defizit. Shandera hatte schon von einem Bericht über einen fünften solchen Fall gehört. Ein oder zwei Fälle normalerweise bedeuteten nichts; fünf scheinten mehr glaubhaft auf einen Ausbruch. Und alle fünf Männer waren junge männliche Homosexuelle, was könnte erklären, daß es die Hypothese eines sexuellen übermittelten infektiösen Agenten paßt. Diese fünf Fälle waren der offizielle Start von was wurde bekannt als das Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS/Angeeignete Immun Defizit Syndrom) Epidemie.

Shandera, aufgeregt, sandte die Daten zu seinen inoffiziellen Bossen in der CDC. Laut Randy Shilts in seinem Buch And the Band Played on (Und die Kapelle Spielte Weiter), der CDC-Beamte, der den Bericht sah, James Curran, schrieb “Zündstoff. Zündstoff” quer durch den oberen Teil und eilte, es zu veröffentlichen. Neue Berichte tröpfelten ein über sterbende männliche Homosexuelle. Die meisten von ihnen litten auch an Blutgefäßkrebs, der bekannt ist als Kaposisarkom. CDC-Leiter entschieden, daß da keine Zeit zum Verschwenden sei und formierten die Kaposisarkom und Opportunistische Infektion Sondergruppe (KSOI), die Untersuchung zu leiten. Beladen mit solchen EIS-Mitgliedern wie Harold Jaffe und Mary Guinan fing die Sondergruppe in einer Raserei an, zu beweisen, daß die Epidemie ansteckend ist.

Praktisch jeder von den ersten fünfzig Fällen gab zu, daß er Poppers gebrauchte, die flüssige Nitratdroge, die enorm populär bei den homosexuellen Männern für ihre aphrodisische Eigenschaften ist. Wissenschaftler hatten nicht die langfristige Wirkung dieser eingeatmeten Droge studiert, aber ihre chemische Struktur war bekannt für ihre starke Giftigkeit und ihre Fähigkeit, Krebs zu verursachen. Die CDC war natürlich nicht an eine toxininduzierte Krankheit interessiert. So, die Sondergruppe spielte mit gezinkten Karten, in dem sie zwei mögliche Erklärungen anboten: Entweder das Syndrom war verursacht bei einem einzigen schlechten Schub von Poppern, oder es war infektiös. Nie dachten sie ernsthaft an die Möglichkeit, daß der jahrelange Gebrauch von Poppern allein Immunschwäche verursachen könnte. Es würde etwas ähnlich sein wie nach einem Schub von “schlechten Zigaretten” zu suchen, um denen die Schuld für Lungenkrebs zu geben. Da die Sondergruppe versäumte, solch eine verdorbene Ladung von Poppern zu finden, lehnte sie die Drogenhypothese vollkommen ab.

Um AIDS überzeugend infektiös erscheinen zu lassen, mobilisierte die Sondergruppe das EIS-Netzwerk, sexuell verbundene Gruppen von Fällen zu definieren und zu beweisen, daß das Syndrom über homosexuelle Männer hinaus “ausbreitete”. Es war nicht schwer, Gruppen zu finden, da die AIDS-Fälle extrem promiskuitive Männer waren, wo jeder Hunderte oder Tausende sexuelle Kontakte hatte; sonderbar war, daß jeder Mann verbunden war durch eine Kette von sexuellen Begegnungen mit einem oder mehreren anderen AIDS-Fällen. EIS-Beamte, wie David Auerbach, ernannt in der Los Angeles Bezirksabteilung für öffentliche Gesundheit, interviewte diese Männer und bestätigte die Voraussage. Währenddessen, dem Modell der Übertagung der Hepatitis B folgend, suchten EIS-Agenten, jeden Heroinsüchtigen und Blutübertragungsempfänger zu fassen, einschließlich Bluter, die Zustände haben könnten, die ungefähr den Immundefiziten der Homosexuellen gleichten. Das EIS-Personal durchsuchte Krankenhäuser und überwachten örtliche Gesundheitsabteilungen für Patienten und innerhalb Monaten fanden eine kleine Hand voll Heroinbenutzer mit opportunistischen Infektionen. EIS-Mitglieder Bruce Evatt und Dale Lawrence spürten einen Bluter in Kolorado auf, der hauptsächlich von inneren Blutungen sterbend war und auch zufälligerweise eine Lungenentzündung hatte. EIS-Agent Harry Haverkos reiste nach Florida und Haiti, um verarmte Haitianer mit opportunistischer Tuberkulose zu finden. Sofort wurden die Heroinsüchtigen, die Bluter, und die Haitianer alle neu bezeichnet als AIDS-Fälle, und die CDC trompetete die Nachricht, daß AIDS sich außerhalb der homosexuellen Gemeinschaft “verbreitete”.

Die biomedizinischen Forschungsinstitute glaubten es und brachten sich schnell auf die Beine, einen Virus zu finden. Wissenschaftler wandten sich zuerst an ihre geläufigen Mikroben. Epstein-Barr Virus und Cytomegalovirus, die beide seit vielen Jahren durch Herpesvirusforschung bekannt sind, wurden beide von verschiedenen Fraktionen beschuldigt.

Aber das Schicksal der AIDS-Forschung war fast von Anfang an versiegelt. Donald Francis, das EIS-Mitglied seit 1971, der eine nicht beneidenswerte Berühmtheit für seine ungeschickten öffentlichen Gesund- heitstaktiken erwarb, war bei 1981 emporgestiegen zu einer höheren Position innerhalb der CDC-Hepatitislaboratorienabteilung. Er verdiente auch einen akademischen Grad in dem Studieren von Katzenretroviren, ein Virustyp, der als harmlos für seinen Gastgeber bekannt ist. Dieser Hintergrund, jedoch, machte Francis voreingenommen, einem Retrovirus die Schuld für AIDS zu geben. Innerhalb nur elf Tagen, nach dem der erste Bericht von AIDS-Fällen im Juni, 1981, erschien, machte er einen Telefonanruf zu Myron (“Max”) Essex, seinem ehemaligen Forschungsaufseher. Auf der Basis auf absolut keinen Beweisen, bestand Francis darauf, daß das neue Syndrom von einem Retrovirus verursacht sein mußte — mit einer langen latent Periode zwischen der Ansteckung und der Krankheit. Nur fünf Patienten offiziell existierten, doch Francis hatte schon die ganze Zukunft für AIDS genau aufgezeichnet.

Denn sobald Francis seine Entscheidung machte, wandelte er sich um in einen unnachgiebigen Kämpfer für die Retrovirushypothese. Beharrlich drängte er seine Ansicht auf jeden, der ihm Gehör schenkte und selbst, wenn niemand es tat. Innerhalb eines Jahres widerhallte der Mann an der Spitze der KSOI-Sondereinheit, James Curran, die Francis Hypothese, wie auch andere unentbehrliche Mitarbeiter. Francis arbeitete mit Essex und bearbeitete ihren engen Kollegen, Robert Gallo, der gutfundierte Retroviruswissenschaftler an dem National Institutes of Health (NIH/Nationales Institut der Gesundheit), um für einen AIDS-Virus zu suchen. Robert Biggar, ein anderes EIS-Mitglied an der NIH, half , das riesige Bundesinstitut zu mobilisieren, die Retrovirusjagd zu unterstützen.

Nach vielen Monaten des Armverdrehens trat Gallo endlich dem neuen Kreuzzug bei. Zuerst versuchte er einen anderen Retrovirus, den er schon entdeckte hatte, anzubieten, HTLV-I, dem er vorher die Schuld gab, Leukämie zu verursachen. Aber andere Wissenschaftler wünschten nicht, ihren Lieblings-“Leukämievirus” an AIDS zu verlieren, und Gallo mußte weitersuchen. In 1983 fand der französische Wissenschaftler Luc Montagnier einen neuen Retrovirus, seitdem genannt der Human Immunodeficiency Virus (HIV/menschlicher Immundefizit Virus), und ein Jahr später behauptete Gallo “Mitentdeckung”. Wenn Gallo eine Medienpressekonferenz hielt, den Virus anzukündigen, wurde das Ereignis der HIV-Hypothese als offizielles Bundesdogma in Stein gemeißelt. Donald Francis und seine Kameraden, die EIS-Agenten, triumphierten, obwohl sie aus dem Scheinwerferlicht blieben.

Mit dem EIS-Netzwerk hinter den Kulissen wirkend, war die CDC fähig, öffentliche Ansichten zu beeinflussen, entweder Hysterie über eine bevorstehende AIDS-Pandemie hervorzurufen oder peinliche wissenschaftliche Daten zu vertuschen. AIDS-Alarmierung wurde befürwortet von solch Offiziellen in hoher Position, wie das EIS-Mitglied, Jonathan Mann, der frühere Leiter des World Health Organization’s Global AIDS Programs (Weltgesundheits-Organisation’s Weltumfassendes AIDS-Programm), der 100 Millionen HIV-Infektionen im Jahre 2000 vorhersagte. HIV, jedoch, verbreitete sich nicht mit der Zeit; ungefähr 12 Millionen Menschen, weltweit, sind heute infiziert, die Nummern bleiben unveränderlich, überall, wo weit verbreitete Untersuchungen ausgeführt werden. So, der gegenwärtige Leiter des WHO AIDS-Programms, das EIS-Mitglied, Michael Merson, war gezwungen, die Vorhersage zu revidieren zu einer kleineren, aber immer noch beängstigenden 40 Millionen HIV-Infektionen beim Ende des Jahrzehnten. Beide Männer setzen fort, AIDS als eine nahe bevorstehende Krise auszumalen.

Eines der größten Werbestreiche für den CDC’s Krieg an AIDS war in dem Mythos der Florida Frau, die sich angeblich AIDS von ihrem Zahnarzt zugezogen hatte. Die Geschichte fing Ende 1986 mit David Acer an, einem Florida Zahnarzt, der entdeckte, daß er HIV-positiv war. Anscheinend besuchte er häufig die homosexuelle Badehausszene, einschließlich den Poppers und anderen Drogen, die so durchdringend in dem Milieu sind. Innerhalb eines anderen Jahres entwickelte Acer Kaposisarkom, und seine Gesundheit sank langsam herab.

Mittlerweile zog Acer zwei Zähne von dem Universitätsstudenten Kimberly Bergalis, die Kaufmann als Hauptfach studierte. In 1989, mehr als ein Jahr später, entwickelte Bergalis eine milde Hefeinfektion, ein Zustand, der häufig unter vielen Frauen ist. Ein paar Monate später erkrankte sie an einer kurzen Lungenentzündung, einer gefühlsmäßigen Anspannung zufolge in dem Studieren für die staatliche versicherungsstatistische Prüfung. Keine dieser Symptome waren ernsthaft oder dauerhaft und beide greifen sehr viele Menschen an. Aber Bergalis wurde dennoch nach HIV untersucht, und es stellte sich heraus, daß sie positiv war.

Sie verneinte jeden intravenösen Gebrauch von Drogen oder Blutübertragungen und bestand darauf, daß sie eine Jungfrau war. Da sie schien, HIV nicht durch irgendwelche üblichen Risiken zugezogen zu haben, erregte der Fall innerhalb drei Monaten die Aufmerksamkeit der CDC. Das EIS-Netzwerk könnte eine Rolle gespielt haben, da mehrere ihrer Mitglieder in der Gesundheitsabteilung in Florida arbeiteten. Begierig, eine Entschuldigung zu finden, strenge neue Regulierungen den medizinischen Berufen aufzuerlegen, sandte die CDC eine Gruppe von Ermittlern, eine überzeugende Ursache ihrer Infektion zu finden. Sie stießen schnell auf David Acer, ihrem Zahnarzt. Obwohl Acer gewissenhaft zu sein schien, and keine Route der Übertragung gefunden werden konnte, zogen die CDC-Ermittler den übereilten Schluß, daß Bergalis mit dem Virus von ihrem Zahnarzt angesteckt wurde. Um die Idee zu verstärken, verglich eine Gruppe der CDC-Forscher, die EIS-Mitglieder Harold Jaffe, Ruth Berkelman, und Carol Ciesielski einschlossen, die genetischen Sequenzen von HIV von dem Zahnarzt und dem Patienten und erklärten, daß sie dieselben waren. Die CDC-Fachmänner untersuchten sogar über eintausend Klienten von Acer und fanden vier andere, die HIV hatten, aber keine offensichtlichen Risikofaktoren.

Die Versicherungsgesellschaft sah die Dinge anders an und bestand darauf, daß ihre eigene Analyse zeigte, Bergalis’ HIV hatte irgendeine andere Ursache. Aber die CDC ignorierte diesen Beweis und beeilte sich, ihre eigenen Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Nachricht sprang direkt auf die ersten Seiten und Hauptsendezeit der Fernsehnachrichtensendungen, erregten somit Furcht in der Nation und schwenkten öffentliche Meinung, Kongreßgesetzgebung zu unterstützen, um neue CDC-Kontrole über medizinische Arbeiter aufzuerlegen. Schließlich scheiterte die Gesetzvorlage, obwohl nur nach einem intensiven Drang von der Ärzteschaft.

Inzwischen beschloß eine unabhängige Forschung in der Florida Staatsuniversität, daß Bergalis letzten Endes nicht HIV von ihrem Zahnarzt kriegte. Andere Wissenschaftler wiesen nun darauf hin, daß zwischen den Patienten von Acer, fünf HIV-Positive ergaben denselben Prozentsatz wie HIV-Positive in der allgemeinen Bevölkerung — was bedeutete, daß diese Patienten auch den Virus woanders kriegten. Wo könnte Bergalis sich HIV zugezogen haben? Anscheinend wurde ihre Mutter nie untersucht, was die Möglichkeit eröffnete, daß Kimberly den Virus von Geburt an mit sich trug — seit dreiundzwanzig Jahren — bevor sie starb.

Bergalis, übrigens, starb nicht von HIV-Infektion. Sie und ihr Zahnarzt litten von wesentlich verschiedenen Krankheiten; er hatte Kaposisarkom, einen Krebs, während sie zuerst eine vorübergehende Hefeinfektion hatte. Dann wurde Bergalis die giftige und umstrittene Droge AZT verschrieben, eine gescheiterte Krebs Chemotherapie, die Anaemia verursacht, Knochenmarkverlust, Muskelschwund — und Zerstörung des Immunsystems. Monatelange AZT-Behandlung verheerte ihren Körper, die sie offen ließ für opportunistische Infektionen und sie in einen Rollstuhl bis zu ihrem Tode zwang.

Aber bis auf den heutigen Tag bleibt die CDC-Propagandageschichte, die von EIS-Agenten formuliert wurde, populärer Mythos. Sie hält die Angst auf AIDS am Leben als eine angeblich ansteckende Krankheit.

Die CDC lernte auch, wie peinliche Nachrichtengeschichten zerdrückt werden, bevor viel Schaden gemacht wird, mit der Hilfe von EIS-Agenten in den Medien. Im Juli, 1992, während der Achten Internationalen AIDS Konferenze in Amsterdam, veröffentlichte Newsweek plötzlich einen Artikel von dem Berichterstatter Geoffrey Cowley, über mehrere HIV-negative AIDS-Fälle. Wissenschaftler von der AIDS Konferenze verdolmetschten den Artikel als ein politisches grünes Licht und fingen an, Dutzende von Berichten von vorhergehend nicht erwähnten AIDS-Patienten ohne HIV auszusenden, von beiden, den Vereinigten Staaten und Europa. Die Situation begann, außer Kontrolle zu taumeln und eröffnete die Frage, ob HIV die wahre Ursache für AIDS ist. Anthony Fauci, der Direktor der AIDS-Forschung an der National Institutes of Health, und James Curran von der CDC, rasten nach Amsterdam mit der Air Force Two, um die Führung zu übernehmen. Das Beste was sie auf der Stelle machen konnten, war, den Berichten zuzuhören und versprachen, die Situation zu beheben. In Wirklichkeit hatten sie entschieden, die ganze Angelegenheit zu unterdrücken.

Drei Wochen später bürgte die CDC für eine spezielle Versammlung in ihren Atlanta Hauptsitzen. Die Wissenschaftler, die HIV-freie Fälle berichteten, waren eingeladen, so war Cowley, der Newsweek Berichterstatter. Die unerklärlichen AIDS-Fälle wurden bezeichnet mit einem undenkwürdigen mundvollen Namen — Idiopathic CD4+ Lymphocytopenia, oder ICL — um irgendeine Verbindung zwischen diesen Fällen und AIDS zu zerbrechen. Die ICL-Fälle wurden lässig abgelehnt, und Cowley wurde überzeugt, in der Zukunft, enger mit der CDC mitzuwirken. Sein nächster Artikel fügte sich völlig der offiziellen CDC-Richtlinie. Er enthielt geringe Nachrichten. Die Tatsachenfrage ging unter und so ging die Mediaverbreitung.

Die Media wußte von denselben HIV-freien Fällen lange bevor der öffentlichen Episode, aber ununterbrochen zensierte die Geschichte. Lawrence Altman, das EIS-Mitglied, der der leitende medizinische Schriftsteller für die New York Times wurde, gab zu dem Science Magazin zu, daß “er von Fällen seit mehreren Monaten wußte aber gab die Geschichte nicht bekannt, da er nicht dachte, es steht dem Magazin zu, etwas bekannt zu geben, wovon die CDC nicht genügend überzeugt ist”. Die Times, natürlich, lange kultivierte ein Ebenbild im Veröffentlichen “all die Nachrichten, die zum Drucken geeignet sind”.

Die Ära der ansteckenden Krankheiten, die Zeit, wenn die meisten Menschen von der Tuberkulose, Malaria, dem gelben Fieber, oder Polio starben, endete vor einer langen Zeit in der industriellen Welt. Aber der Epidemie Geheimdienst, ein letzter Rest der Vergangenheit, wächst immer größer in ihrer Mitgliedschaft und ihrem Einfluß. Ihre heimlichen Methoden und ihre beinahe Unsichtbarkeit erlaubt der CDC im Grunde genommen, Epidemien zu fabrizieren und den ganzen Vorgang spontan zu erscheinen. Verborgen in der Wissenschaft, zielt das versteckte Programm auf das Erweitern der öffentlichen Gesundheitskontrolle über private Meinungen und Lebensstile. Gesunde Vorschläge sind eine Sache; ausbeuten Hysterie, um Notfallmacht aufzuerlegen, ist etwas ganz anderes.

EIS-Agent Donald Francis wußte gewiß, was er meinte, wenn er redete über “die Möglichkeit, daß die HIV-Epidemie für öffentliche Gesundheit sorgt”. Die Zeit ist gekommen, daß Außenseiter ebensogut verstehen.