3. September, 2006

Krieg Sabotage Bericht


Schattenboxen in den Höhlen von Tora Bora

Teil 3: Nachwirkungen eines Wunders
– Fortsetzung von Teil 2 –

U.S.-Armee Hubschrauber in Tora Bora
U.S. Dept. of Defense
Suchen Noch Einmal Wieder: Ein U.S.-Armee CH-47 Chinook Hubschrauber versorgt die Marinetruppen in Tora Bora wieder während des Celtics Einsatzes, doch eine andere Mission sucht nach Talibanguerillas, nachdem U.S.-Streitkräfte das Gebiet vorher abandonnierten (Mai, 2005).
 
Während die afghanischen Kommunisten des Nordbündnisses die “Taliban”-Guerillas in Ostafghanistan beschützten, in dem sie versuchten, Zeit zu gewinnen und die U.S. Luftkräfte irrezuleiten, manövrierten fabianische Sozialisten in der Bush-Regierung progressiv amerikanische Streitkräfte in eine schwächere Position, von wo ein Sieg unmöglich sein würde. Während der ersten zwei Wochen im Dezember, 2001, verwandelte der Kampf in Tora Bora sich langsam in einen Lastergriff des Schicksals für die U.S.

Jeder Tag des Hinauszögerns machte den Bombenfeldzug schwieriger; als der Winter sich näherte, brachte er schlechtes Wetter, das mit dem Fliegen der Flugzeuge und der Wolkenbedeckung interferierte, die die Taliban-Guerillas beschützten.1 Doch während der ganzen Scharade beschafften der stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz, ein Mitglied des umstürzlerischen Rat der Ausländischen Beziehungen (CFR) und ihr angegliedertes Projekt für das Neue Amerikanische Jahrhundert (PNAC), endlos Deckung für die verräterische afghanische Bürgerwehr-“Alliierten” auf dem Boden. “Je weniger wir uns auf die Afghanen selbst aufdrängen, desto erfolgreicher werden wir sein”, sagte er, ohne zu den Amerikanern die Miene zu verziehen, die über die Verzögerungen und das Fehlen des Sieges in Tora Bora enttäuscht waren.2

Wolfowitz arbeitete nicht nur, um den Bodenkampf unter der Kontrolle der Kommunistischen Bürgerwehren zu lassen, er unterminierte auch ständig die amerikanische Moral. Anstatt öffentliche Erklärungen zu geben, daß Amerikaner sich in der Hoffnung auf einen schnellen Sieg sammeln, versuchte er konstant, die Erwartungen zu sinken und machte die Definition des Erfolges verschwommen, ließ völlig unklar, was genau einen Sieg darstellen würde oder wie zu wissen, wann er erreicht wurde. Nur versuchen, feindliche Streitkräfte zu finden, würde “eine sehr lange und schwierige Arbeit” sein, versprach Wolfowitz.3 Die Taliban-Überreste, betonte er, seien “sehr gefährlich und können eine lange Zeit dauern, auszuräumen”,4 und daß die U.S. erwarten könnten, für viele Monate in einem unordentlichen Konflikt mit unklaren Zielen stecken zu bleiben.5 Wolfowitz wurde unzweifelhaft nicht wie ein Douglas MacArthur oder ein George Patton verstanden.

Einen sumpfigen, nicht zu gewinnenden Konflikt zu erschaffen, verlangt, langsam amerikanische Truppen in den Bodenkampf einzuführen, aber nicht schnell genug, um den Lauf des Kampfes zu wechseln. Demgemäß verstärkte Wolfowitz seine trübsinnigen Vorhersagen mit einem Einberufen von mehr Soldaten auf den Boden, aber fragte nicht nach ganzen Divisionen, die völlig mit schweren Panzern ausgerüstet sind.6 Der Zweck war nicht, irgendwelche dramatische Angriffe zu machen oder Territorium einzunehmen, sondern lediglich in einem Konflikt von niedriger Intensität zu plätschern.

Wolfowitz’s Chef, der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, ein anderes Mitglied des CFR-verbundenen PNAC, begann schweigend, amerikanische Truppen in den Bodenkampf einzusetzen. Er hielt die Anzahl niedrig, gerade genug, zwei amerikanische Verletzte zu verursachen.7 Die Lockung zog die U.S. in die Falle.

Paul Wolfowitz
U.S. Dept. of Defense
Saboteur für den Kommunis­tischen Feind: Der Ehemalige Stellvertretende Verteidigungs­minister Paul Wolfowitz, ein Mitglied des Rates an Auslän­dischen Beziehungen (CFR) und das Projekt für das Neue Amerikanische Jahrhundert (PNAC).
 
Aber den amerikanischen Streitkräften unbewußt inmitten in dem Wirbel der Betrügerei und Verwirrung war ein Faktor, der den Kommunisten als eine Überraschung kam. Angeblich sind die Höhlen in gehärteten Granit und Gneisfelsen in Tora Bora gegraben, so daß sie angeblich hart genug sind, Luftbombardierungen zu widerstehen.8 Doch die Bombenangriffe, selbst wenn gewöhnliche Munition gebraucht wurde, forderten eine ständige, zerstörende Abgabe des versteckten Netzwerks von Höhlen und Tunneln, von welchen die Mehrzahl erstaunlicherweise leicht zu Steinschutt einstürzten.9 Mitte Dezember realisierten die Taliban-Guerillas, daß ihre Zeit abgelaufen war, und sie benötigten dringend, Tora Bora zu entfliehen, um eine Katastrophe zu vermeiden.

Die Guerillas benötigten Ablenkungsdeckung und Sicherung während sie flüchteten. So, die Streitkräfte des Nordbündnisses des Kommandanten Haji Mohammed Zaman verstummten ihre Gewehre und begannen noch eine andere Runde von Feuereinstellungsverhandlungen, gleich am Rande eines Sieges, was amerikanische Militärbeobachter verwirrt und paralysiert ließ.10 Am nächsten Tage zog Zaman’s afghanische Bürgerwehr tief nach Tora Bora ein und zwang die U.S., Bombenangriffe abzusagen. Dann erklärte sie den Sieg und behauptete, daß kein Bedürfnis mehr war, für amerikanische Soldaten ins Tal einzuziehen.11 In der Zwischenzeit stoppten afghanische Örtliche, die unter der Kontrolle der Kommunistischen Bürgerwehren waren, plötzlich und ohne Erklärung, amerikanische und britische Streitkräfte nach Tora Bora zu führen, was die Soldaten hilflos ließ, die Talibanstreitkräfte vom Fliehen zu stoppen und sie vom Durchsuchen der Höhlen zu verhindern, bevor Hauptbeweis ausgeräumt werden könnte — oder gepflanzt würde.12

Als amerikanische Truppen endlich Tage später das Gebiet betreten konnten, waren die Taliban- und ausländischen Guerillas mysteriös verschwunden — und entkamen direkt durch die Linien der Zaman Bürgerwehr, die nichts tat, um sie zu stoppen.13 So tat die Bürgerwehr selbst, die sich prompt umdrehte und Tora Bora verließ, als wäre sie total uninteressiert, die fliehenden Guerillas zu verfolgen.14

Jedoch, was die Amerikaner in Tora Bora entdeckten, empörend bestätigte den Ruf der Bürgerwehr des Nordbündnisses, daß sie allgemein bekannte Lügner waren.15 Die Amerikaner hatten keine Idee, daß ihre Bombenangriffe so wirkungsvoll waren. Sie reduzierten Höhlen, Bunker, und bewaffnete Lager zu Ruinen; Zaman’s Bürgerwehr hielt die ganze Sache ein Geheimnis.16 Inmiten des Steinschutts waren sowjetrussische Panzer, etwas das die “Taliban-Guerillas” vermeintlich nicht haben sollten, und welche, wenn sie nicht von den Bombardierungen zerstört wären, eine hohe Abgabe an amerikanischen Streitkräften fordern könnten, die ohne eigenen Panzer kämpften.17 In der Tat, der ganze Begriff, daß Amerikaner keine Panzer nach Tora Bora bringen konnten, war eine ungeheuere Lüge; während des Kampfes fuhr Zaman’s Bürgerwehr ihre eigenen sowjetrussischen Panzer ins Tal, welches sich herausstellte, war groß genug, schwere Panzer doch unterzubringen.18

Mythen über die Identität der sogenannten “Al Qaeda” Steitkräfte in Tora Bora fielen auch auseinander. Afghanische Quellen, die mit dem sowjetrussisch-unterstützten Nordbündnis verbunden sind, versorgten die Amerikaner mit Geschichten über nicht spezifizierte “Araber” und “Tschetschen”, die sich Anfang Dezember in den Höhlen verkrochen hatten. Sie machten den Eindruck, daß eine Schar von fanatischen Moslems unter der Kontrolle von Usama bin Laden war.19 Aber als über 100 der fliehenden Guerillas Ende Dezember auf der anderen Seite der Grenze in Pakistan gefangen genommen wurden, waren sie hauptsächlich von solchen Ländern wie Kommunistischem Ägypten, Kommunistischem Jemen, und Sowjettadschikistan.20 Dort war kein Zeichen von Bin Laden und nichts das diese Soldaten mit ihm verband; eigentlich zogen die Gueriilas nicht vor, zu bleiben und als Märtyrer in Tora Bora zu sterben, wie versprochen wurde von den Nordbündnissen. Ihre Zusammensetzung anstatt deutete an, daß sie guttrainierte Berufssoldaten waren, die von sowjetischen Kommandanten geleitet wurden.

Aber ungeachtet dessen, daß sie Tage hatten, zu entkommen, hinterließen die Guerillas mysteriös “Laptop Computers, Mobiltelefone, und Trainierungshandbücher”, daß die amerikanischen Steitkräfte sie entdecken sollten.21 Die “Information” von solchen Gegenständen wurde geglaubt und seitdem verlassen sich die amerikanischen Geheimdienste stark darauf. Das erschafft ein Bild der angeblichen “Al Qaeda”-Organisation, das sich ständig als falsch erweist.

Der zufällige, übernatürliche amerikanische Sieg in Tora Bora sollte nicht im Wege für Pläne eines Sumpfkonflikts stehen . Ende Dezember ließ Präsident George Bush wieder die Erwartungen auf das Gewinnen sinken. Er sagte, daß die amerikanischen Soldaten in Afghanistan “für eine ziemlich lange Zeitspanne” kämpfen würden, und daß es schließlich doch nicht so wichtig war, Bin Laden zu finden.22 Nur zwei Monate später lockten die Kommunisten wieder die U.S. in einen taktischen Albtraum weiter zum Süden, was bekannt wurde als Anaconda Einsatz.

Referenzen

1. Arkin, W.M., “Dropping 15,000 pounds of frustration,” Los Angeles Times, Dec. 15, 2001, p. A10.

2. Ibid.

3. Richter, P. & Stack, M.K., “War now hunt for ‘man on the run’,” Los Angeles Times, Dec. 11, 2001, pp. A1, A10-A11.

4. Neuman, S., “Rival tribal factions settle on governor of Kandahar, as planes hunt bin Laden,” Wall Street Journal, Dec. 10, 2001, p. A3.

5. Cummins, C., “Afghan forces have captured Taliban officers,” Wall Street Journal, Dec. 11, 2001, pp. A3, A4; Arkin, W.M., Op cit.

6. Neuman, S., Op cit.

7. Stack, M.K. & Hendren, J., “Taliban foes gain ground in Tora Bora,” Los Angeles Times, Dec. 15, 2001, pp. A1, A16.

8. Hendren, J., “Search for Bin Laden will use U.S. gadgetry, Afghan hunters,” Los Angeles Times, Nov. 20, 2001, pp. A1, A9.

9. Lamb, D., “From terror camp to ghost town,” Los Angeles Times, Dec. 19, 2001, pp. A1, A5.

10. Lamb, D. & Stack, M.K., “Al Qaeda fighters take hits, foes say,” Los Angeles Times, Dec. 16, 2001, pp. A1, A17.

11. “Afghans claim victory in last al Qaeda stronghold,” Wall Street Journal, Dec. 17, 2001, pp. A3, A20.

12. Cummins, C., “More U.S. troops may join the hunt for bin Laden,” Wall Street Journal, Dec. 27, 2001, pp. A3, A14.

13. Richter, P. & Daniszewski, J., “Bin Laden trail grows fainter, Pentagon says,” Los Angeles Times, Dec. 18, 2001, pp. A1, A8.

14. Lamb, D., “From terror camp to ghost town,” Op cit.

15. Lamb, D., “Al Qaeda routed, militias claim, but no Bin Laden,” Los Angeles Times, Dec. 17, 2001, pp. A1, A14.

16. Lamb, D., “From terror camp to ghost town,” Op cit.

17. Ibid.

18. Ibid.; Cummins, C., “Afghan forces have captured Taliban officers,” Op cit.

19. Stack, M.K. & Hendren, J., “Gun battle starts attack on cave lair,” Los Angeles Times, Dec. 5, 2001, pp. A1, A8.

20. “Al Qaeda turn against guards; 14 die in fight,” Wall Street Journal, Dec. 20, 2001, p. A3.

21. Cummins, C., “U.S. shifts focus, troops from Tora Bora,” Wall Street Journal, Jan. 9, 2002, pp. A3, A8.

22. Gerstenzang, J. & Rubin, A.J., “Time on U.S. side, Bush says of hunt,” Los Angeles Times, Dec. 29, 2001, pp. A1, A5.