13. August, 2006

Krieg Sabotage Bericht


Schattenboxen in den Höhlen von Tora Bora

Teil 2: Ein Phantomfeind, Ein Illusorischer Kampf
– Fortsetzung von Teil 1 –

U.S.Kriegsmarine-Düsenflugzeug startet von dem Flugzeugträger
U.S. Dept. of Defense
In einen Hinterhalt Rennen: Eine F/A-18C Hornesse fliegt ab von dem Flugzeugträger USS Carl Vinson während des afghanischen Krieges (7. Okt., 2001).
 
Wenn amerikanische Streitkräfte in eine koordinierte Offensive vom Land und der Luft in dem Tora Bora Kampf des afghanischen Krieges gegangen wären, hätten sie schnell die sogenannten “Taliban” und “Al Qaeda” Kämpfer, die versteckt in den Berghöhlen sind, vernichtet. Sogar das ungastliche Terrain und die verborgenen Guerillastreitkräfte hätten höchstens nur das amerikanische Vordringen ein wenig verlangsamen können bevor der unvermeidlichen Guerillabesiegung.

Die afghanischen Kommunisten und ihre sowjetrussischen Aufseher mußten sicher machen, daß die amerikanischen Truppen allmählich, nach und nach, in den Kampf gingen, um die möglichst schwersten Verluste aufzuerlegen, während sie die Guerillafähigkeit aufrechterhalten, unbegrenzt lange weiter zu kämpfen. Das war das Richtige, die U.S. in einen endlosen Morastkonflikt zu ziehen, ohne daß die Amerikaner aufwachten und sich bewußt wurden, daß sie verraten wurden und eigentlich zu jeder Zeit gewinnen könnten.

So, die fabianischen Sozialisten der Bushregierung erklärten sich bereit, den anfänglichen U.S.-Angriff streng zur Luftkraft zu begrenzen, während sie den Bodenangriff den afghanischen Bürgerwehren überließen. In der Tat waren die U.S. hilflos abhängig von den afghanischen Soldaten für Information an dem Zielen und der Wirksamkeit ihrer Bombenangriffe, und hofften, daß die Afghanen kämpften, eher als den Feind zu assistieren. Aber solche “Stammeskrieger” gehörten zu dem sowjetrussisch-bewaffneten Nordbündnis unter ihrem nordöstlichen Kommandanten Haji Mohammed Zaman und hatten vorher eng mit den “Taliban”-Streitkäften gearbeitet, die sie nun versprachen, zu bekämpfen.1

Zaman’s Bürgerwehr bewies sich jeden Schritt auf dem Wege als trügerisch. Sie und ihre Verbündeten lockten die U.S. in den Tora Bora-Kampf mit einer Menge von Usama bin Laden’s Erscheinungen, einschließlich einem Bericht vom Hören von Bin Laden’s Stimme in einer örtlichen Radiosendung, der sich schließlich als ein Schwindel herausstellte; der U.S.-Geheimdienst kam später zum Schluß, daß der Bericht wahrscheinlich eine “List war, die U.S.-Streitkräfte irrezuführen”.2 Zaman ursprünglich versprach, die Taliban-Guerillas in ein paar Wochen aufzuspüren und zu besiegen, aber weniger als zwei Wochen, nachdem die Tora Bora-Einsätze begannen, schlug er hinterhältig einen anderen Ton an und behauptete, daß der Kampf sehr, “sehr schwer war”, mit seinen eigenen Worten, und daß es viel länger dauern würde als erwartet — demgemäß erschafft er Deckung für überhaupt nicht ernsthaft kämpfen zu wollen.3

Tatsächlich, Zaman versuchte konstant, Zeit zu gewinnen. Eine Woche bevor die U.S. Lufteinsätze in Tora Bora begannen, verweigerte Zaman rundweg die Gegend zu umgeben oder die Versorgungslinien zu den Guerillas abzuschneiden, bis die U.S. ihm Geld und Waffen gab und behauptete, er hatte keine Eigenen — obwohl er bis zu seinen Zähnen mit sowjetrussischen Gewehren, raketenangetriebenen Granaten, und Panzern bewaffnet war.4 Dann verzögerte er wieder, indem er Verhandlingen mit den Taliban-Guerillas eröffnete, sogar als die U.S. Flugzeuge ihr Durchführen der Bombenangriffe Anfang Dezember, 2001, angefangen hatten.5 Vier Tage nachdem der Kampf startete, fing er endlich an zu kämpfen, aber nur mit einem kleinen Austausch von Schüssen, die schnell endeten.6 Als sie langsam einen Tag später mit der Artillerie auf die kahlen Hänge abfeuerten, entschuldigten die Bürgerwehrkämpfer ihren Mangel an Aggressivität mit einer menschenwürdigen Tat: “Wir versuchen unser Bestes, sie lebendig zu kriegen”, erklärte einer der Offiziere von Zaman.7

Wieder kam eine Feuerpause, nur Tage später, gerade als afghanische Bürgerwehrsteitkräfte in die Tore Bora Berge vorrückten, als Zaman darauf bestand, die Taliban-Guerillas seien bereit, sich zu ergeben.8 Das erkaufte den Guerillas einen vollen Tag zum Umgruppieren, gefolgt von jetzt einer anderen Feuerpause und mehr Verhandlungen am nächsten Tag.9 Es hörte gar nicht mehr auf mit den Verhandlungen, jedesmal, wenn die Taliban-Guerillas anfingen, zu verlieren. Wenn Feuerpausen zu kontrovers wurden, zog Zaman einfach seine Bürgerwehrsoldaten zurück, nachts die Berge hinunter, was den Taliban-Guerillas erlaubte, zurückzuziehen und verlorenen Boden zurückzuerobern und somit fingen sie den Kampf den nächsten Tag noch einmal wieder von vorne an.10

Zaman’s Soldaten des Nordbündnisses sabotierten inzwischen die amerikanischen Luftangrife. Sie wurden wiederholt erwischt, die U.S.-Luftangriffe gegen falsche Ziele zu richten, Entschuldigungen zu erfinden — wie zum Beispiel, daß die Bomben zu dicht zu den Zaman Bürgerwehrtruppen fallen oder daß sie “Al Qaeda”-Kämpfer kränken — um Bombardierungspausen zu verlangen, und unbestätigende Berichte von angeblich erfolgreichen Bombenangriffen herausgaben, um amerikanische Flugzeuge wieder nach Hause zu senden.11

Unter dem Einfluß solcher berechneten Desinformationen kamen die U.S.Militäroffiziere zu glauben, daß die Bombenangriffe gegen sture Talibaneinheiten ineffektiv waren, die irgendwie nicht von ihren Positionen verdrängt werden konnten. Es dauerte nicht lange bis die amerikanischen Streitkräfte genug zur Enttäuschung aufgestachelt wurden, daß sie die größten konventionellen Bomben in das U.S.-Waffenlager abwurfen: ein sehr flach geschleuderter Ball, der einen Feuerball entzündet, der einen Kreis von Hunderten von Metern im Durchmesser klärt. Geschleuderte Bälle wurden entworfen, um die Dschungel in Vietnam zu klären, aber waren enttäuschend ineffektiv in den schon dürren Bergen von Tora Bora. Jeder geschleuderte Ball benötigte sechs Wochen gebaut zu werden, und die U.S. hatten nur ein halbes Dutzend im Vorrat, jedoch wenigstens vier der teuren Bomben wurden in Tora Bora verschwendet, inmitten steigender amerikanischer Verwirrung über den angenommenen Mißerfolg der Lufteinsätze.12

Als die U.S.sich selbst fanden, daß ihr wertwolles Waffenlager mit den äußerst fähigen Waffen sich anscheinend ohne Ergebnisse erschöpfte, benutzte der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Gelegenheit, anzufangen, eine kleine Anzahl von Soldaten der besonderen Einheiten in das Tora Bora-Tal hineinzuschleichen, um sich mit dem Bodenkampf zu verbinden. Ihre Zahlen waren klein genug, um einen Sieg zu verhindern, während er die Tür öffnete, mehr amerikanische Truppen in einen tödlichen, nicht zu gewinnenden Kampf von Höhle zu Höhle zog.

Der Kampf von Tora Bora entwickelte sich gut, den lange erwarteten Überfall zu werden, der endlich amerikanische militärische Überlegenheit beenden würde. Aber ohne daß die U.S.Streitkräfte es wußten, verursachte eine katastrophale Fehlkalkulation von den Kommunisten, ihre Pläne im letzten möglichen Augenblick in den Zusammenbruch zu zerkrümmeln.

– Fortsetzung in Teil 3 –

Referenzen

1. Stack, M.K., “Fighters hunt former ally,” Los Angeles Times, Dec. 6, 2001, pp. A1, A14.

2. Drogin, B. & Richter, P., “Bin Laden hunt enters Pakistan,” Los Angeles Times, Dec. 19, 2001, pp. A1, A15.

3. Stack, M.K., Murphy, K., & Daniszewski, J., “Taliban foe fears daunting cave war,” Los Angeles Times, Dec. 10, 2001, pp. A1, A6.

4. Stack, M.K., “U.S. enlists tribal warriors to comb mountains for Bin Laden,” Los Angeles Times, Nov. 29, 2001, p. A22; Stack, M.K., “Fighters hunt former ally,” Op cit.

5. Richter, P. & Marshall, T., “U.S. to probe bombing of hide-outs,” Los Angeles Times, Dec. 4, 2001, p. A3.

6. Stack, M.K. & Hendren, J., “Gun battle starts attack on cave lair,” Los Angeles Times, Dec. 5, 2001, pp. A1, A8.

7. Stack, M.K., “Fighters hunt former ally,” Op cit.

8. Stack, M.K. & Richter, P., “A truce in Tora Bora appears to falter,” Los Angeles Times, Dec. 12, 2001, pp. A1, A16; Jaffe, G. & Champion, M., “Afghan forces overrun al Qaeda fighters holed up in caves in Tora Bora complex,” Wall Street Journal, Dec. 12, 2001, p. A3.

9. Stack, M.K. & Kempster, N., “Anti-Taliban commanders issue a new ultimatum,” Los Angeles Times, Dec. 13, 2001, pp. A1, A16-A17.

10. Stack, M.K. & Kempster, N., “Al Qaeda uses bait and switch,” Los Angeles Times, Dec. 14, 2001, pp. A1, A5; Lamb, D. & Stack, M.K., “Al Qaeda fighters take hits, foes say,” Los Angeles Times, Dec. 16, 2001, pp. A1, A17.

11. Williams, C.J., “New assaults raise fears along border of Afghanistan,” Los Angeles Times, May 2, 2002, p. A5; Stack, M.K., Murphy, K., & Daniszewski, J., Op cit.; Lamb, D. & Stack, M.K., Op cit.; Stack, M.K. & Kempster, N., “Al Qaeda uses bait and switch,” Op cit.

12. Richter, P. & Stack, M.K., “War now hunt for ‘man on the run’,” Los Angeles Times, Dec. 11, 2001, pp. A1, A10-A11; Arkin, W.M., “Dropping 15,000 pounds of frustration,” Los Angeles Times, Dec. 15, 2001, p. A10.